…wieso eigentlich nicht?

Viele schreiben darüber, noch mehr versuchen es und Wenige behaupten es zu schaffen. Warum ich nicht? Ich will nicht. Es geht bei der ganzen Geschichte ja immer darum, überhaupt keinen Restmüll zu produzieren, wie unendlich schlecht Plasik ist und dass unsere sieben Weltmeere alle bald Plastikmeere sind. All das lässt mich nicht unberührt, sonst müsste ich nicht darüber schreiben. Dennoch muss ich mich wiederholen: Nur ein Sith kennt nichts als Extreme.

Ich mache mir viele Gedanken und probiere sehr viel aus, aber manches ist für mich einfach nicht vorstellbar oder nicht umsetzbar und was weiß ich. Trotzdem mache ich schon sehr viel, um Müll im Allgemeinen zu vermeiden (Rest-, Plastik- Papiermüll, Glas, was es so gibt) und gehe doch wesentlich reflektierter an das Thema, als die meisten. Zum Beispiel die Omi letzte Woche im Supermarkt, die mir ganz penetrant so eine kleine Plasiktüte hingehalten hat, weil ich zwei einzelne Pfirsiche in der Hand hatte. Ich habe sie ignoriert.
Aber an genau solchen Geschichten und noch etlichen weiteren Gedanken, möchte ich die Welt in Zukunft teilhaben lassen. Oder zumindest sollen sie mal aus meinem Kopf raus 😉

Als kleine Übersicht zu Beginn: Muss ich bei anderen Leuten zu Hause Kaffee ablehnen, wenn er aus Kapseln kommt? Wäre es nicht total unnötig, alle meine Plastikdosen wegzuwerfen? Wie sage ich höflich, dass ich kein Plastikspielzeug für mein Baby haben will, ohne arrogant zu wirken oder belehrend? Und zur Zeit für mich die wichtigste Frage: Meine lieben zero-waste-Restmüll-im-Glas-Freunde, putzt ihr nie? Kehricht ist Restmüll! Auch wenn ihr keine Staubsaugerbeutel benutzt, sondern immer nur fegt, dann ist das immer noch Restmüll! Was macht ihr damit? Mein Glas wäre nach einer Woche voll!

Online bestellen?

Man liest es immer wieder, die Menschen regen sich auf, dass lokale, kleine Geschäfte den Bach runter gehen. Meistens liegt es daran, dass sie sich gegen den Onlinehandel nicht behaupten können, aber auf online-bestellen verzichten will selbstverständlich auch keiner. Auch ich verzichte darauf nicht gerne, wobei ich behaupte, dass ich mit dem Otto-normal-Bürger nicht mithalten kann. Also erst ein kleiner Exkurs zu meinem online-bestell-Verhalten und dann das, was ich eigentlich berichten möchte.

Exkurs: Man kann ja eigentlich alles online kaufen, ich denke, Bücher und Kleidung machen da den Löwenanteil aus. Zumindest glaube ich das, ehrlich gesagt habe ich noch keine Statistiken dazu gesucht. Kleidung kaufe ich ja eigentlich nicht, vor allem nicht online, da weiß ich ja gar nicht, ob sie passt! Und Bücher kaufe ich auch kaum noch, vor allem nicht online. Früher habe ich sehr viele Bücher gekauft und immer nur neu. Eigentlich ist am überhöhten Buchkonsum auch nichts auszusetzen. Aber vor einer Weile habe ich angefangen, meine Bücher gebraucht zu kaufen, beim örtlichen Secondhand-Handel. Da kriegt man nicht immer das neueste Buch, aber zum Lesen ist genug dabei 😉 Inzwischen überlege ich, auf einen Ebookreader umzusteigen und habe vorläufig den Buchkauf völlig eingestellt. Was ich aber im Internet kaufe ist Stoff und Wolle, also zum Nähen und Stricken. Das liegt daran, dass der örtliche Stoffhandel (im Übrigen auch eine große Kette) recht teuer ist. Der Stoff kommt immer in einer Plastiktüte, das ist natürlich der Nachteil daran. Ich bestelle aber insgesamt recht selten und versuche dann immer, ein bisschen zu warten, damit sich eine größere Bestellung ansammelt.

Nun, worauf will ich eigentlich hinaus?

Letztes Jahr haben wir unsere Hochzeit groß gefeiert und ich habe viel selbst gemacht. Nicht nur, um Geld zu sparen, sondern weil ich gerne viel selbst mache.

Mein Kleid habe ich selbst genäht, da habe ich sicher ziemlich viel Geld gespart! Wenn man mal von den Arbeitsstunden absieht (die sich wirklich in Grenzen gehalten haben), hat es nur 100€ gekostet. Außerdem habe ich auch die Fliege genäht, so konnte ich sicher sein, dass wir farblich perfekt zusammen passen 😉 Man bemerke den Großstadtflair 😀

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Die Gastgeschenke bzw. Platzkarten habe ich selbst gekocht. Da habe ich sicher kein Geld gespart. Bzw. da habe ich keine Ahnung, weil ich nicht weiß, was alle anderen so für Gastgeschenke ausgeben. Oder für Tischdeko.

Und die Einladungen, sowie die Menükarten habe ich selbst gemacht. (Mein Kleid für die standesamtliche Trauung, das man auf der Einladungskarte im Hintergrund schimmern sieht, habe ich auch selbst genäht.)

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Ich liebe grün! Vielleicht merkt man es ab und zu 😀 Und von den grünen Umschlägen, die es passend zu den grünen Einladungskarten gab, hatten wir ein paar übrig. Die haben wir immer benutzt, egal wofür. Mal ging einer an die Krankenkasse, mal an die Familie. Ist ja auch viel schöner, als diese elenden weißen Umschläge, in denen meistens nur Rechnungen kommen. Aber nun waren diese Umschläge aufgebraucht. Wir hatten uns aber so dran gewöhnt, immer die grünen Umschläge zu nehmen, dass mein Mann ganz treffend meinte: „Post von uns ist grün.“ Also habe ich beschlossen, wieder Umschläge zu bestellen. Hundert Stück, das sollte eine Weile halten.

Der eine oder die andere fragt sich vielleicht immer noch, worauf ich hinaus will. Das kommt jetzt 😉

Als ich das erste Mal Umschläge bei Kartino bestellte, war ich gerade mittendrin im Plastikverbannen. Also habe ich bei meiner Bestellung in die Anmerkungen geschrieben, dass sie bitte auf Plastikverpackung verzichten möchten und ich eventuelle Schäden in Kauf nehme. Meine Karten kamen, es war nur Seidenpapier im Karton. Nun wusste ich ja nicht, machen die das immer so, oder haben die mich tatsächlich für voll genommen? IMG_20170720_100434Als ich das zweite Mal dort die Platzkarten bestellte, habe ich diese Anmerkung vergessen. Die Platzkarten kamen in einem Karton und waren fein säuberlich in eine wiederverschließbare Plastiktüte gepackt. Mist. Als ich jetzt das dritte Mal dort bestellte, habe ich wieder meine freundliche Bitte drunter geschrieben. Meine Umschläge kamen. Nur in Seidenpapier.
Ich bin richtig stolz auf mich 😀

Ich bekomme nichts dafür, dass ich diesen Onlineshop hier erwähne, nur dass das klar ist. Aber ich bin sehr zufrieden damit und es ist so schön einfach, kein Plastik zu bekommen, man muss nur mal fragen. Warum sollte ich das der Welt dann nicht mitteilen?
Vielleicht ist es in großen Modehäusern nicht so einfach, keine Plastikverpackung zu bekommen, weil die Sachen sowieso schon eingepackt sind oder warum auch immer. Und sicher ist es insgesamt nicht so einfach, online ohne Plastik. Aber was ich mit diesem endlos langen Artikel, den hoffentlich irgendwer zu Ende liest, sagen will, ist: Einfach mal fragen.

Ab zu EiNaB!

 

Windeln

Die Windel hat einen eigenen Wikipediaeintrag. Dort findet man die typischen Infos, was ist eine Windel, wofür wird sie gebraucht, wie funktioniert sie und so weiter. Wer selbst Kinder hat, hat sich sicherlich mal mit dem Thema beschäftigt, und wenn es nur der Preisvergleich ist. Und Windeln sind teuer!

Dass ich schwanger war, hatte ich berichtet, dass ein echter Mensch dabei raus gekommen ist, auch. Schon im Vorfeld habe ich mir sehr viele Gedanken um die Müllproduktion von Babys gemacht. Man hört es ja überall, die machen echt viel Müll. Aber wieso kann ein so kleiner Mensch nur so viel mehr Müll produzieren als ich?! Der braucht ja nicht mal richtiges Essen! Aber in der westlichen Gesellschaft sind Windeln nun mal üblich, wer will schon überall Babykacke haben?
(Zwischenbemerkung: Unser Steuerberater hat uns den Film Babys empfohlen, das möchte ich hiermit weiter geben. In einschlägigen Streamingdiensten kann man ihn finden. Da sieht man schön, dass eben nicht überall Windeln getragen werden 😉 )

Ich habe also im Vorfeld gaaaaanz viel zu Stoffwindeln gelesen und mir von einigen Seiten vorwurfsvolle, abfällige und mitleidige Blicke eingefangen. Aber ich hatte mir das eigentlich schon längst in den Kopf gesetzt und wollte mich nur noch weiter informieren und nicht vom Gegenteil überzeugen lassen. Inzwischen gibt es auf dem Stoffwindelmarkt eigentlich alles. Auch Windeln, die genau wie Wegwerfwindeln funktionieren. Die Zeit des aufwendigen Faltens ist vorbei, dafür hat heute keiner mehr Zeit. Ich selbst hatte da eigentlich auch keine Lust zu, aber die Alternativen sind mannigfaltig.

Kurz zu meiner Entscheidung. Geholfen bei der ganzen Suche hat mir Windelwissen, ich denke auf dieser Seite gibt es keine Frage zu Stoffwindeln, die noch nicht beantwortet wurde. Ich habe mir dann von Pop-In das kleine Neugeborenenwindelpaket bestellt und schon mal eine Mitwachsüberhose von Milovia, dazu Mullwindeln von xkko (die sind nämlich GOTS zertifiziert). Lange Rede, kurzer Sinn: Wer sich mit Stoffwindeln beschäftigen will, muss das sowieso noch viel umfangreicher tun, das hier ist nur meine Entscheidung.

Dann war der Zwerg auf einmal da und es ging ans Eingemachte. Was man an dieser Stelle dazu sagen muss, ist, dass ich flexibel mit meinen Prinzipien bin 😀 Ich habe von Anfang an gesagt, ich will Stoffwindeln, aber wenn das nicht praktikabel ist oder was weiß ich, dann geht es auch mit Wegwerfwindeln. Das Baby war also da. Nicht gerade winzig, aber im Vergleich zu einem richtigen Menschen schon ziemlich klein! Und die Nabelschnur war noch dran o.O Die Neugeborenenwindeln sind schon ziemlich klein, aber immer noch so groß, dass sie auf dem Nabel liegen. Das ging für mich gar nicht! Ich weiß ja nicht, ob ihm das nicht weh tut! Bei Wegwerfwindeln kann man vorne den Bund runter klappen und die Windel trotzdem gut schließen. Also Wegwerfwindeln.

Unsere Ausbeute von anderthalb Tagen (der linke Sack ist noch halb voll mit altem Müll):

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Nachdem die Nabelschnur dann abgefallen war, hat etwa zehn Tage gedauert, kamen die Stoffwindeln zum Einsatz. Da hatten wir sechs Überhosen und zehn Einlagen. Die sind eigentlich immer ausgelaufen… Die Zeit, in der nur noch ab und zu und nicht mehr jedes mal groß gemacht wird, kam erst so mit vier Monaten. Ich habe also eigentlich jedes Mal die Überhose und den Body waschen müssen. Wenn keine sauberen Überhosen mehr da waren, haben wir halt wieder Wegwerfwindeln genommen. Der Kleine ist rasend schnell gewachsen. Ich weiß es nicht mehr ganz genau, aber nach fünf Wochen habe ich schon Fotos, auf denen er die Milovia trägt. Davon haben wir inzwischen sechs Überhosen und 15 Einlagen. Auch die laufen manchmal aus, aber wirklich nur manchmal. Vielleicht so alle vier Tage einmal. Ich denke, die Einlagen können einfach nicht so schnell alles aufsaugen, wie die super-Saugkerne der Wegwerfwindeln. Aber im Prinzip bin ich zufrieden. Nachts benutzen wir aber immer noch Wegwerfwindeln und es stört mich nicht. Eine Windel pro Tag kann ich verkraften.
Was für mich niemals in Frage kam, war windelfrei. Windelfrei bedeutet einfach, dass man sein Kind genau beobachtet und die Zeichen deuten lernt, sodass man es schnell übers Klos oder in die Dusche halten kann, wenn es mal muss. Ich wollte aber nie eine Mutter werden, die 24/7 nur ihr Kind anguckt. Außerdem wäre das für meinen Mann nicht machbar, weil er ja gar nicht so viel zu Hause ist, dass er das lernen kann.

Mein schönstes Erlebnis war bisher, als wir wegen mangelnder Waschung mal zwei Tage am Stück Wegwerfwindeln benutzt haben und mein Mann sagte: „Wir müssen jetzt wieder Stoffwindeln nehmen, ich krieg voll schlechte Laune, wenn ich so viel Müll produziere.“ 🙂 Mein ganzes Reden, Machen, Meckern und Predigen hat also angeschlagen 😀

Die Überhosen gibt es, eigentlich von jeder Firma, mit niedlichen Motiven, deswegen gibt es hier, zum krönenden Abschluss 😉 noch ein paar Bilder vom Babyhintern 😀

Die Lilane gefällt mir persönlich am Besten, außerdem heißt das Muster „fancy octopus“ 😀

Ab zu EiNaB, mal sehen wer sonst noch was zum Thema Windeln zu sagen hat 🙂

 

Eine Nacht im Hotel

Zwecks einer Hochzeit von Freunden, haben wir im September 2016 eine Nacht in einem Hotel in Bremen verbracht. Vier Sterne, sehr hübsch und eine Tiefgarage. Die ist auch bitter nötig, es gibt dort nirgends Parkplätze! Hätten wir zu zweit überhaupt mit dem Auto anreisen sollen… Darum geht es jetzt nicht! Also Hotel!

Begrüßt wird man (in teuren Hotels sowieso) mit Süßigkeiten auf dem Kopfkissen. Diese sind natürlich verpackt. Bei 32°C möchte ich auch keine unverpackte Schokolade auf meinem Kopfkissen liegen haben 😀 In diesem Hotel war es auch keine Schokolade, sondern Gummibärchen.

Die Zwickmühle: Darf, kann, soll ich die Gummibärchen essen? Ich habe sie gegessen, noch bevor ich die Schuhe ausgezogen habe. Und zwar von beiden Kopfkissen 😀
Ich mag Gummibärchen! Außerdem saß ich grade zwei Stunden im Auto bei 30°, da freut man sich über eine kleine Aufmerksamkeit wie Gummibärchen! Aber man kann auch etwas rationaler an die Sache heran gehen 🙂 Von „dürfen“ kann natürlich nicht die Rede sein! Natürlich darf ich essen was ich will, es ginge da eher um ein selbst auferlegtes Verbot und sowas versuche ich ja völlig zu vermeiden. „Können“ und „sollen“ passt da schon eher. Ich sollte natürlich nicht, aber ich kann. Bei dem „sollte nicht“ stellt sich mir aber eine andere Frage: Wenn ich die Gummibärchen nicht esse und auf den Tisch lege, kann das Hotel sie dann wieder verwenden? Diese Frage stellt sich mir bei vielen Dingen und noch nie habe ich jemanden danach gefragt… Das muss auf meine to-do-Liste! Sollte das Hotel die Gummibärchen nicht wieder verwenden können, sondern sie entsorgen müssen, weil sie ja sozusagen schon gebraucht sind, dann wäre es in meinen Augen geradezu schrecklich, sie nicht zu essen oder wenigstens mitzunehmen! Denn auf meiner Prioritätenliste steht die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung über der von Müll! Dazu komme ich sicher an anderer Stelle.

Nun ja, um das Ganze noch einmal kurz zusammen zu fassen: Auf meinem Kopfkissen lag ein kleines Tütchen Gummibärchen und ich habe die Gummibärchen gegessen, obwohl ich sie eigentlich hätte ablehnen müssen. Und wenn ich sie schon ablehne, muss ich gleich noch fragen, ob sie sie wieder verwenden dürfen.

Hat das zufällig schon mal jemand gemacht? Also gefragt, ob zum Beispiel Hotels oder Cafés verpackte Süßigkeiten noch einmal hinlegen dürfen? Würdet ihr euch komisch vorkommen, wenn ihr wüsstet, dass eure Gummibärchen schon bei jemand anderem auf dem Kopfkissen lagen? Darüber habe ich selbst noch nicht nachgedacht… Bei Gummibärchen wäre es mir wahrscheinlich egal. Aber so ein Stück Schokolade? Die sind ja eigentlich nicht luftdicht verpackt. Will ich das wirklich noch haben, wenn das bei jemand anderem zwei Tage unerwünscht im Hotelzimmer gelegen hat? Wollt ihr das noch haben? Das würde mich doch jetzt sehr interessieren!

Damit noch andere über meine Gedanken nachdenken können, geht es wieder zu EiNaB!

Kaffee in der Dose

2015 waren wir Anfang Oktober in Hamburg und haben dort in der HafenCity in einer Kaffeerösterei Kaffee getrunken. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht genau, ob das HafenCity heißt, aber halt da in der alten Speicherstadt, wo auch das Gewürzmuseum ist (übrigens einen Besuch wert!). Zurück zur Geschichte.

Also weit vor den ersten Gedanken zur Müllvermeidung habe ich beschlossen, ich brauche unbedingt eine French Press und will meinen Kaffee nie wieder anders trinken. Zum Geburtstag Mitte November 2015 habe ich dann von Freunden eine French Press und eine Kaffeemühle bekommen.

Ich habe vorher übrigens nur löslichen Kaffee getrunken und der einzige Müll, der dabei entstanden ist, war das Silberpapier, das als Frischeverschluss dient, so etwa einmal im Monat, und das Glas samt Plastikdeckel. Aber ich bin Mitte zwanzig und erwachsen und trinke jetzt richtigen Kaffee 😀

Ich habe über den Lola in der Südstadt berichtet. Kaffee kann man dort selbstverständlich kaufen, der Günstigste kostet 10,00€ das Pfund.

Schon vorher hat mein Mann mir erzählt, dass es in der Stadt einen Laden gibt, in dem man Kaffee kaufen kann; Machwitz Kaffee „kennt man doch“. Ich kannte es natürlich nicht… Dort haben wir dann unseren Kaffee bezogen, ungemahlen und in einer Tüte, außen Papier, innen Plastik.

Die günstigste Sorte aus dem großen Kaffeekrug kostet 6,40€ das Pfund, „Extraklasse“. Mir schmeckt der Kaffee sehr gut, deswegen sehe ich auch keine Notwendigkeit, einen teureren auszuprobieren 😉

Im Zuge des weniger-Müll-Produzierens bin ich dann mit meiner lilanen Kleister-Kaffeedose (gehört meinem Mann, gabs irgendwann mal zum Kleister dazu :D) wieder zu Machwitz und habe gefragt, ob sie mir meinen Kaffee auch direkt in die Dose füllen.

Selbstverständlich.

IMG_20161207_121041Ich beziehe meinen Kaffee seit dem ohne Verpackung. Aber ich muss auch dazu sagen, dass das nicht immer einfach war. Ca. einmal im Monat bin ich seit ca. anderthalb Jahren in diesem Laden. Vor Weihnachten wurde ich das erste Mal begrüßt mit „Extraklasse war das, oder?“ Das hat mich sehr gefreut, allerdings war das auch die kompetente der Mitarbeiterinnen. Ich habe schon einiges in diesem Laden erlebt… Man muss dazu sagen, da steht eine analoge Waage, die man mit hin-und-her-Schieben eines Reglers auf tara stellen kann. Eine der Mitarbeiterinnen war mal der Meinung, sie müsse das trotzdem vorher in eine Tüte füllen, um das abzuwiegen. Wenigstens hat sie die Tüte danach zurück gelegt. Ein anderes Mal wurde meine Metalldose mit in die Waage gestellt. Ohne tara. Da habe ich ca. 100g Dose mitbezahlt… Als ich mal mit zwei Dosen (zwei gleichen wohlgemerkt) da war, war die Mitarbeiterin der Meinung, sie müsste die Dose vorher wiegen. Völlig okay. Aber auch bei der zweiten Dose? Naja, war ja ihre Arbeitszeit.

Insgesamt bin ich aber voll zufrieden. Immerhin kriege ich meinen Kaffee, keine Verpackung und nicht zu teuer. Nur meine Oma beschwert sich immer, der Kaffee wäre bei uns so lasch 😀
Also Hannovers Innerstadt, Machwitz Kaffee, Dose mitbringen! (By the way: In dem Teeladen nebenan bekommt man keinen Tee ohne Verpackung.)

Ab zu EiNaB!

Wochenbettpause

Hier, genau wie auf meinem anderen Blog (lernen muss gelernt sein, schaut doch mal vorbei 😉 ), war es eine Weile still. Erklärt hatte ich es an anderer Stelle: Geburtsvorbereitung, Geburt, Wochenbett, erste Zeit mit Baby, das alles kann einen schon ausreichend beschäftigen, da muss man sich nicht noch mit zwei Blogs ablenken. Aber die erste Zeit ist überstanden, die erste Erkältung des Minimenschen ist gerade in vollem Gange, mein Mann hat Elternzeit und es kommt ein bisschen Regelmäßigkeit ins Haus. Das nutze ich!

Ich habe hier noch einige fertige und angefangene Artikel liegen, die ich der Menschheit nicht vorenthalten will 😀 Außerdem glaube ich, dass die ganzen Herausforderungen, vor denen man mit Baby so steht, nicht nur für mich interessant sind. Deswegen will ich auch hier weiter machen und habe schon einiges vorbereitet, zumindest gedanklich.

Unbedingt weiter gehen soll es in der Kategorie Läden die es möglich machen! Erst ein Artikel hat es dorthin geschafft, aber es gibt viel mehr Läden die es möglich machen 😉 Ich arbeite daran 🙂 Außerdem steht man mit Baby vor einem ganz neuen Restmüllproblem… Verpackungsmüll wird hier weiter eingespart, wenn auch nicht immer so konsequent, wie ich das gerne hätte. Und so weiter und so weiter.

Läden die es möglich machen

Auf vielen irgendwie gearteten Müllreduzierungsblogs gibt es eine Seite oder eine Reihe über Läden, in denen man verpackungsfrei einkaufen kann. Meistens dreht sich die Frage dabei darum, ob es einen extra Laden dafür gibt oder nicht. Das reicht mir aber nicht.

Anfang letzter Woche war ein Artikel in der HAZ (wohlgemerkt: Hannoversche allgemeine Zeitung) bei dem ich zunächst dachte „oh toll“ und am Ende ziemlich enttäuscht war. Ich hoffe, das mit der PDF funktioniert, der Artikel war nämlich nur in der Zeitung, nicht im Internet.

HAZ – 31.10.16 – Es geht auch hüllenlos

Wenn ihr den Artikel gelesen habt, ist euch vielleicht aufgefallen, dass mit keinem Wort erwähnt wird, dass wir sowas auch in Hannover haben! Oder noch besser: dass wir bis vor wenigen Wochen sogar zwei solcher Läden hatten, aber einer schließen musste, weil die Resonanz so schlecht war. Wäre das nicht eine interessante Information über Hannover in einer hannoverschen Zeitung gewesen?

Der Artikel ist natürlich insofern gut, als dass er mal wieder das Problem anspricht. Es ist erfreulich, dass das immer häufiger passiert, aber gefühlt ändert sich deswegen nichts. Ich glaube nicht, dass bei „Frauentausch“ oder „Köln 50667“ schon mal jemand über übermäßige Müllproduktion gesprochen hat, das würde wohl mehr Leute erreichen. Nicht, dass ich arge Vorurteile habe, aber die Mehrheit der Deutschen liest nun mal nicht Tageszeitung oder schaut die öffentlich Rechtlichen… (Ich musste die Postleitzahl von der Serie rausfinden und konnte dabei erfahren, dass die Folge von heute den aussagekräftigen Titel „Chris verprügelt Manu!“ trägt. Ich denke, das drückt in etwa aus, was ich sagen will.)

Aber worauf will ich eigentlich hinaus? Zu Anfang sagte ich, es gibt immer mal wieder Reihen über Läden, die unverpacktes Einkaufen möglich machen. Darüber möchte ich auch berichten, unter dem Thema „Läden die es möglich machen“. Dabei will ich nicht behaupten, dass es total einfach ist, unverpackt oder nur mit Pfandsystemen einzukaufen und vor allem soll nicht die Illusion entstehen, dass ich das schaffen würde! Ich möchte Hinweise geben, was man wo bekommen kann, aber auch darauf hinweisen, dass man eben viele Stationen abklappern muss, um alles zu bekommen…

Beginnen werde ich natürlich mit dem Lola in Hannovers Südstadt 😉 Aber nicht ohne zunächst „edel unverpackt“ zu erwähnen. Am 20.02.16 eröffnete der erste unverpackt-Laden in Hannover. (Mit Google kommt man auch schnell zu den einschlägigen Zeitungsartikeln.) Dort gab es das typische Programm aus Trockenprodukten (wie Nudeln, Hülsenfrüchte, Kaffee), mit einigen Ergänzungen in Gläsern (wie Honig, Saucen, Milch). Was ich am schönsten fand, war, dass zu Beginn einige leere Behälter da waren und man Wünsche über Produkte äußern konnte. Aber leider war die Resonanz wohl so schlecht, dass sich der Laden nicht halten konnte. Die Damen wollen nicht aufgeben und schon bald mit einem kleineren Sortiment auf Wochenmärkte fahren, man ist gespannt 🙂

Am 19.03.16 eröffnete dann der nächste unverpackt Laden, nämlich der „Lola“. Auch der Lola hat das typische Sortiment, Nudeln, Reis, Müsli, Kaffee, Tee, Öle, Süßigkeiten und Gewürze. Natürlich noch viel mehr, aber ich muss ja hier nicht alles aufzählen 😉 Der Lola hat eine gute Internetpräsenz bei Facebook, da könnt ihr euch selbst schon mal ein Bild machen.

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Ich denke, wer immer bei allem das billigste vom Billigen wählt, wird hier nicht fündig. Das Konzept und die Qualität der Waren haben ihren Preis. Aber wenn man anfängt, Stück für Stück unverpackt einzukaufen, nimmt man ja auch höhere Preise in Kauf. Außerdem schmeckt die Schokolade mit Milchcremefüllung genau wie Überraschungsei 😀

Also Zusammenfassung: Die Grundversorgung an trockenen Lebensmitteln kann man im Lola durchaus einkaufen, einfach mal hingehen und selbst abchecken, was die so haben und was man da so kaufen will!

Und damit auf zu EiNaB 🙂

Butter ohne Verpackung?

Wer sich ein bisschen mit zero waste beschäftigt, wird schnell feststellen, dass viele der „Aktiven“ Vegetarier oder Veganer sind. Ich kann das verstehen, da ein umfassendes umweltbewusstes Denken auch irgendwann den „Konsum“ von Tieren ins Blickfeld bekommen muss. Aber ich bin weder das eine noch das andere und habe auch erst mal nicht vor, auf irgendwas zu verzichten. So auch nicht auf Butter.

Butter ist aber leider eines der Produkte, die immer verpackt sind. Ich habe schon mal irgendwo gelesen, dass es auch Butter in kompostierbarem Papier gibt, damit muss ich mich auf jeden Fall noch näher beschäftigen! Bisher habe ich das aber nicht getan, sondern meine Butter selbst gemacht.

dsc03610Wenn man mal im Internet sucht, findet man ganz schnell Anleitungen zur Butterherstellung. Viele davon sind humorvoll mit dem Hinweis gespickt, dass es den meisten Hobbyköchen sicher schon mal aus Versehen passiert ist, Butter zu machen 😉 Das Ganze ist nämlich denkbar simpel: Man muss einfach nur Sahne schlagen und zwar zu lange. Man macht dabei mehrere Stufen durch. Zuerst hat man schöne Schlagsahne, dann wird sie, wie auf dem Bild, etwas „stückig“ und schließlich ändert sie langsam die Farbe und trennt sich. Wenn die Butter anfängt, sich von der Buttermilch zu trennen, wird das Ganze eine etwas größere Sauerei, zumindest bei mir, weil einer der Rührstäbe etwas wackelt. Ich schütte dann schon während des Schlagens die Buttermilch ab und schlage wieder weiter, damit das nicht so rumsaut.

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Bei meinen letzten Recherchen habe ich zwischendurch gelesen, dass man die Butter noch mal in ein Mulltuch oder Geschirrtuch oder sonst was füllen soll, damit auch die letzte Flüssigkeit abtropft. Das habe ich vorher nicht gewusst und sicher hätte ich auch keine Geduld dafür gehabt; es geht auch ohne! Damit es auch ein bisschen hübsch ist, habe ich die Butter in Muffimförmchen gefüllt und so in den Kühlschrank gestellt. Außerdem gibt es auch noch Buttermilch dazu 😉

Das Ganze ist wirklich überhaupt nicht schwierig und wahrlich keine Kunst. Außerdem schmeckt es tatsächlich wie Butter und ist dazu noch müllfrei, weil man Sahne im Biosupermarkt in Pfandflaschen bekommt. Trotzdem muss ich mir zwangsläufig die Preis-Leistungs-Frage stellen, da ich nicht unbegrenzt mit Geld um mich schmeißen kann.

Ein halber Liter Sahne, die größte und günstigste Variante mit Pfandverpackung in meinem Biosupermarkt, kostet 2,29€. Daraus entsteht ungefähr 175ml Buttermilch und 150g Butter (beim ersten Mal hatte ich die Butter gewogen, aber leider nichts aufgeschrieben). Ich bin der Meinung, das ist ein ziemlich hoher Preis, für so wenig Butter. Klar, die meisten werden jetzt sagen, da kommt ja auch noch Buttermilch bei raus! Aber für mich ist das ein Abfallprodukt.
Es ist nicht so, dass ich die Buttermilch tatsächlich wegschütten würde! Das geht gar nicht, ist ja ein Lebensmittel. Aber ich glaube, in meiner aktiven Koch- und Backkarriere habe ich zweimal Buttermilch gekauft (und wir sprechen hier schon über ein Jahrzehnt). Das ist also kein Produnkt, das ich brauche. Und für etwas, das ich nicht brauche, gebe ich normalerweise kein Geld aus und vor allem nicht so viel. Mal im Ernst: vier Mark sechzig für ein viertel Pfund Butter. Meine Oma ist zu jung, aber meine Uroma hätte sicher sagen können, dass wir es hier mit Preisen wie zu Kriegszeiten zu tun haben!

Mein Fazit also: Ich kaufe keine Sahne, nur um Butter zu machen, vor allem nicht dauerhaft. Wenn ich aber mal Sahne brauche, kaufe ich sie in der Pfandflasche und mache aus der übrigen Sahne Butter. Vor allem auch, weil wir als gesunder zwei-Personen-Haushalt niemals einen halben Liter Sahne für irgendwas brauchen!

Verlinkt wird zu EiNaB und ich habe auch noch nen fun fact, der gar nicht so lustig ist. Bei meinem Biosupermarkt (Preise können ja selbst von Filiale zu Filiale schwanken) ist der Literpreis von Schlagsahne in der 500ml Pfandflasche höher als von dem 200ml Plastikbecher, nämlich 0,46€ zu 0,34€; wohlgemerkt von der gleichen Marke! Bio-Lebensmittel sind so schon teuer genug, aber eine solche Preiseinteilung fördert dann die Nachhaltigkeit nicht wirklich.

Keine Werbung!

Was ich hier mit meinem neuen Projekt auf gar keinen Fall machen will, ist noch ein Blog auf dem man zehn nützliche Tipps für den Anfang von zero waste lesen kann! Ich selbst lese und recherchiere sehr viel auf anderen Blogs und freue mich immer total, wenn ich Tipps finde. Aber dann steht da nur zum hundertsten Mal, dass ich einen Beutel mit zum Einkaufen nehmen soll, anstatt eine Plastiktüte an der Kasse zu kaufen. Mal im Ernst: Die Leute, für die solche Tipps wirklich eine Neuigkeit sind, haben ganz andere Probleme als „zero“ waste. Ich erhoffe mir von solchen Tipps tatsächlich mehr…

Trotzdem will ich ja über irgendwas berichten 🙂 Und das tue ich, nämlich Werbung. Einer von solchen Tipps ist immer, dass man so einen niedlichen „Keine Werbung, bitte“ Aufkleber an seinen Briefkasten kleben soll. Auch bei diesem Tipp dachte ich immer: „Boah das ist doch selbstverständlich!“ Wir hatten immer so ein Teil, in unserer vorherigen Wohnung gab es am Briefkasten extra so einen Platz, wo schon ein Kärtchen drin war. Auf der einen Seite in rot, keine Werbung; auf der anderen Seite in grün, Werbung. Das ist eindeutig für den Briefträger und alle anderen Werbungsverteiler. Eigentlich echt nett! Da hält sich natürlich nicht jeder dran, denn genau genommen sind Pizzaflyer auch Werbung, aber nun…
imageJetzt sind wir umgezogen und hatten nun mehr drei Wochen keinen solchen Aufkleber am Briefkasten, weil wir die Kiste mit den Schreibtischutensilien, in der sich auch der Klebestreifen befand, nicht finden konnten. Und da muss ich sagen: „Oh mein Gott, ich wusste gar nicht, wie viel Werbung man bekommt, wenn ein solcher Aufkleber fehlt!!!“ Ich hab mich echt schon immer über die Unmengen an Schrott im Briefkasten aufgeregt, aber ich wusste ja gar nicht, wie viel das wirklich ist! Gibt es Menschen, die diese Werbung lesen und sie sogar benutzen? Ich war schokiert! Und heilfroh, als endlich der Klebestreifen da war.

imageAber die Werbeverteiler hier in der Stadt sind ja nicht blöd! Wenn überall keine Werbung erwünscht ist, dann legt man das ganze Zeug einfach auf die Treppe, vielleicht will es ja doch jemand haben und die ganzen Aufkleber an den Briefkästen sind nur aus Versehen dahin gekommen. Heute ist es nur der eine Haufen, Samstag wird es wahrscheinlich wieder schlimmer…

Das meiste davon ist ja Papiermüll, die ganzen Flyer und so. Wobei ich das tatsächlich nur annehme… Dieses Hochglanzpapierpappflyerzeug, ist das Papiermüll? Aber dazu kommen eben auch die Werbesendungen in Briefen und die Briefumschläge haben ein Sichtfenster und sind damit nicht mehr ganz Papiermüll. Und die bunten Blätter kommen bei uns samstags als Paket, für jeden Hausbewohner in Plastik eingeschweißt. Das muss ja dann doch nicht sein. Aber wie gesagt, nicht nur der Müll ist erschreckend, sondern viel mehr, dass es Leute gibt, die das nicht stört! Wer braucht denn jede Woche wieder Werbeflyer von mindestens zwei verschiedenen Internetanbietern? So oft kann man doch gar nicht wechseln…
Witzigerweise habe ich im Moment entdeckt, dass es dazu ein sehr aktuelles Interview mit Shia beim WDR gibt. (Shia ist die zero waste Bloggerin in Deutschland, die man von Wasteland Rebel kennt. (Eine von denen, die ihren Müll im Glas sammelt, also niemals staubsaugt 😉 ))

Also ich habe schon fast das Gefühl, dass man das mal getestet haben muss, um sich des Ausmaßes bewusst zu sein… Ich habe auf jeden Fall wieder meinen Aufkleber und das kann ich nur weiter empfehlen 🙂 und deswegen kommt es auch zu EiNaB!

Hast du Zewa?

„Hä? Wofür?“ – neulich in der Küche…

Mein Bruder hat Borschtsch gekocht, mein Mann hat die Wohnung geputzt und ich habe Kuchen gebacken. Eigentlich ne super Aufteilung 🙂 Zum Mittag trinke ich gerne Tee, da bin ich auch nicht die Einzige, also haben wir noch Tee gekocht. Mein Bruder hat die Beutel aus den Tassen genommen und dann gefragt: „Hast du Zewa?“ Und ich so: „Hä? Wofür?“ Ich gebe zu, es ist nicht die intellektuellste Unterhaltung, die ich je geführt habe.

Er hat mit dem Teebeutel auf die Arbeitsplatte getropft…

Zuerst war ich einfach total irritiert und wusste überhaupt nicht, was ich machen sollte. Ist er so jung? Ist er so blöd? Ist er so eine Umweltsau? Ist Werbung wirklich so stark? „Ja schon, aber warum nimmst du nicht einfach nen Lappen?“ Und ich muss an dieser Stelle darauf verweisen, dass auch in unserem Elternhaus immer ein Lappen in der Küche liegt und keiner diese Papiertücher für solche Zwecke nutzt. Wo kommt das also her? Wann ist das passiert? Ja klar, mit einem Wisch ist alles weg, aber ja auch das Tuch! Und zwar im Müll!

Was ich aber auch ganz faszinierend finde, ist die Tatsache, dass es im Internet wirklich viele selbstgemachte Alternativen zum Küchenpapier gibt. Also nicht wirklich viele verschiedene, aber viele Menschen haben sich dazu Gedanken gemacht. Bei Weniger ist mehr Leben kann man lesen, dass kleine Stofftücher als Alternative fungieren. Die Gute von Langsamer leben hat auch ein altes Handtuch zerschnitten. Wer es ganz hübsch haben will kann mal bei Ein bisschen anders vorbeischauen.* Dort gibt es eine Anleitung zum Nähen. Hinterher hat man dann eine hübsche Seite und kann das Ganze auch noch zusammen heften, aufrollen und wie richtige, gekaufte Küchenrolle hinstellen! Beeindruckend! Und wirklich hübsch, auch zum Verschenken für andere Umweltsäue gut 😉
*Ich habe festgestellt, dass es die Seite Ein bisschen anders nicht mehr gibt. Das Bild und den Link habe ich raus genommen. Den Text werde ich aber nicht ändern 😉 Als kleine Kurzanleitung: Man nehme alte Handtücher und schönen Baumwollstoff (wichtig, damit man auch heiß waschen kann). Die beiden Stoffe werden rechts auf rechts zusammen genäht, kleine Wendeöffnung lassen, wenden, verstürzen. Dann noch Druckknöpfe befestigen und aufrollen. Und für eine genaue Anleitung einfach mal bei Google suchen 😉

Aber auch das sind doch irgendwie Einwegprodukte… Also man schmeißt die Teile nicht weg. Aber doch zumindest in die Wäsche, nach einem mal Benutzen. Und auch wenn die in jede Maschine wohl noch mit rein gehen, egal wie voll die ist, kann es doch trotzdem nicht Sinn der Aktion sein, ständig diese Tücher zu waschen! Das macht zwar keinen Müll, ist aber doch nicht besser für die Umwelt…

Deswegen komme ich zu dem gleichen Schluss wie man ihn auf Smarticular schon lesen kann: Einen auswaschbaren Lappen! Mal im Ernst! Mehr braucht es doch nicht. Klar, wenn man ihn nass irgendwo liegen lässt, ist er nicht so saugstark, falls mal was umkippt. Aber einen nassen Lappen liegen lassen ist auch nicht so geil. Zur Not hat man eben auch noch ein Geschirrtuch parat, das dann doch mal früher in die Wäsche muss.
Also meine Empfehlung: Hört auf Küchenrolle zu kaufen, lasst euch nicht von der Werbung beeinflussen, macht es wie Mutti und Omi früher: Benutzt einen Lappen.

Und für die Reichweite meiner Gedanken, wird das jetzt mal bei EiNaB verlinkt 🙂